Ein Spaziergang um die Oberfinanzdirektion

“500 Meter langer Riesen-Zaun spaltet das Veedel”, titelte der Kölner Express am 15. April 2026. Auch der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete über eine Ausschreibung der Bezirksregierung Köln, in der ein Unternehmen gesucht wurde, das den provisorischen Bauzaun um die künftige Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) an der Riehler Straße durch einen beständigen Stahlgittermattenzaun entlang der Grundstücksgrenze ersetzt. Beginnen sollen die Arbeiten am 15. Mai; bis Ende Juni sollen sie abgeschlossen sein.
Kurt Metelmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Neustadt-Nord/Villen-Viertel, betrachtet den Zaun laut Presse als “Fremdkörper im Viertel”, der “nicht die Wohnlichkeit in der Umgebung” fördere und eine “Abkapselung des Gebäudes” bewirken werde. Er erwäge juristische Maßnahmen sowohl gegen die Absperrung als auch gegen die Umbaupläne.
“Willkommen im Agnesviertel” ist angetreten, um die Entstehung und den Betrieb der EAE sachlich zu begleiten und ihren Bewohner*innen wohlwollend zu begegnen. Zu dieser Sachlichkeit gehört, dass wir die Einschätzungen von Metelmann bei einem Spaziergang in der Umgebung überprüft haben — mit Kamera und Zollstock.
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